Rekluse-Kupplung

Neulich auf der Strecke: Du kannst vor lauter Schalten kaum noch die Hände am Lenker halten; deine Unterarme fühlen sich an, als ob sie zentnerschwer wären. Aber jetzt scheint sich die ganze Arbeit gelohnt zu haben – du übernimmst die Führung.

Und dann hast du sie für genau 30 Sekunden…

So lange dauert es nämlich bis du vor Erschöpfung einen Fehler machst, und beim Anbremsen der nächsten Kurve den Motor abstellst. Verdammt! Das Rennen ist gelaufen.

Du hast so einen Hals! Auch, weil das heute nicht das erste Mal war. Aber nachdem du dich ein bisschen beruhigt hast, kommt dir ein Gedanke: Vielleicht versuchst du es mal mit einer Automatikkupplung des Herstellers Rekluse? Die sollen ja ganz gut sein. Und du weißt schon genau, wenn du dafür anrufst: Harro, den Mechaniker für die schwierigen Sachen.

Was ist eine Rekluse-Kupplung?

Noch am selben Abend greifst du zum Telefon. „Hey Harro, altes Haus. Ich denk grade über ne Rekluse-Kupplung nach, kenn mich da aber nicht aus. Kannst du mir da was zu erzählen?“

„Klar“ meint Harro. „Zunächst mal: Rekluse ist eine amerikanische Firma aus Idaho, die seit 2002 Automatikkupplungen für Motorräder baut, aber auch manuelle Kupplungen. Das Logo kennst du bestimmt, das ist diese stilisierte Spinne.“

„Auf jeden Fall hatten die anfangs Modelle, die mit Kugeln gearbeitet haben, wie die Z-Start pro. Durch die Fliehkraft wurden die Kugeln über eine Rampe bewegt. Später haben die dann aber auf ein geschlossenes System mit Keilen umgestellt. Das gilt sowohl für deren aktuelles Flagship, die Core EXP Kupplung, als auch die preisgünstigere kleine Schwester, die Rekluse EXP. Die EXP wird mittlerweile in vielen Motorrädern auch serienmäßig verbaut.“

Core EXP vs. EXP

„Und was ist der Unterschied zwischen einer Core EXP und einer normalen EXP von Rekluse?“ möchtest du wissen.

„Die Core EXP beinhaltet mehr Bauteile als die reguläre EXP. Z.B. hat sie zusätzlich noch eine Kupplungsdruckplatte, einen Mitnehmer, spezielle Kupplungsfedern usw. Das führt dazu, dass sich die Core EXP im Betrieb noch „smoother“ anfühlt, und noch präziser arbeitet. Außerdem tragen der Ölfuß und das zusätzliche Ölvolumen dazu bei, dass die Kupplung nicht so leicht überhitzt, was sich positiv auf die Lebensdauer auswirkt.“

Die Vorteile

„Okay, das ist ja alles ganz nett, Harro. Aber was bringt mir das Teil denn nun eigentlich?“

„Also, in einem Satz: Die Rekluse-Kupplung verhindert das Absterben des Motors in allen kritischen Situationen. Damit meine ich Sachen wie:

  • Das Anbremsen von Kurven
  • Bremsen in der Luft
  • Schwierige Passagen auf der Strecke
  • Oder auch einfach nur beim Anfahren“

„Dir geht also im Prinzip nie wieder die Kiste aus, egal was du anstellst. Das hat eine ganze Reihe von praktischen Vorteilen für MX-Fahrer:

  • Als Rekluse-Fahrer machst du gegenüber deinen Konkurrenten Zeit gut, gerade beim Start. Dadurch, dass die Kupplung selbstständig schließt, vermeidest du zu langes Kupplungsschleifen – du wirst dich wundern, wie schnell du aus der Box kommst!
  • Das Fahren ist deutlich weniger anstrengend, Stichwort „dicke Arme“; dadurch kannst du dich auf der Strecke besser auf das Handling deiner Maschine konzentrieren
  • Du verfügst über deutlich mehr Traktion im Gelände
  • Du verfügst über deutlich mehr Kontrolle in technisch schwierigem Gelände
  • Du kannst beim Springen problemlos die Luftbremse betätigen
  • Auch dein Kurven-Slide profitiert von der Rekluse-Kupplung
  • Du hast mit weniger Kick-Back beim Bremsen zu kämpfen
  • Beim Supermoto gelingt das Reinbremsen in die Kurven besser, weil extrem spätes Bremsen möglich wird
  • Eine komplett andere Linienwahl wird möglich: Spitzes Reinfahren, kurzes Umlegen und digitales Herausbeschleunigen

Der Einbau

„Aber das ist doch bestimmt super aufwendig nachzurüsten, oder?“ willst du von Harro wissen.

„Ach, gar nicht! Ich mach das fast täglich. Die Dinger sind schnell eingebaut, wenn du weißt, was du tust; und auch schnell wieder ausgebaut, falls du doch lieber manuell fahren möchtest. Es gibt aber auch eine manuelle Druckplatte als Zubehör von Rekluse, mit der man sein Motorrad ebenfalls in wenigen Minuten in den manuellen Modus umbauen kann.“

„Ansonsten ist das Handling super easy: Das Spaltmaß justierst du ganz einfach über Einstellschrauben an der Druckplatte – die Kupplung muss dafür also nicht zerlegt werden!“

Die Praxis

„Also gut Harro, du hast mich überzeugt! Ich komm am Freitag vorbei und dann baust du mir dieses Wunderding in meine KTM ein. Bin ja mal gespannt!“

Am Freitag bist du dann wie verabredet vor Ort, und der Einbau dauert tatsächlich nicht lange. Und weil der Tag noch jung ist, beschließt du, deine neue Rekluse-Automatikkupplung gleich dem Praxistest zu unterziehen.

Erstmal ist das Ganze etwas gewöhnungsbedürftig: Da wo früher die Kupplung war, ist jetzt eine Bremsarmatur für das Hinterrad. Instinktiv willst du zuerst noch einige Male kuppeln, betätigst aber de facto jedes Mal die Bremse. Okay, Umgewöhnung ist angesagt.

Aber schnell merkst du, wie schön dosiert deine KTM beim Start anzieht – genau am Schleifpunkt. Das fühlt sich ja super an! Da kann man auch mal im sechsten Gang bei Tempo 50 durch den Ort fahren, ohne dass der Motor sich verabschiedet.

Aber das ist erst der Anfang: Driften und Springen gehen WESENTLICH leichter. Und auch ein stylisher Wheely gelingt mit Rekluse-Kupplung super: Das Vorderrad fühlt sich wunderbar leicht an.

Das Beste ist vielleicht das Fahrverhalten bei Kehren: Egal wie spitz der Winkel, die Maschine reagiert perfekt. Du kannst in Kehren hineinbremsen, als ob es kein Morgen gäbe: Motorrad umlegen und schön kontrolliert wieder heraus. Ausbremsen oder Ausbrechen des Hinterrades war gestern! Es ist fast nicht zu glauben! Einfach geil!

Nach zwei Wochen kannst du dir ein Fahren ohne Rekluse-Kupplung schon nicht mehr vorstellen. Und auf der Strecke bist du jetzt regelmäßig schneller unterwegs als die Konkurrenz! Du kannst gar nicht verstehen, warum die meisten deiner Kollegen noch ohne Rekluse-Kupplung fahren – nicht, dass du dich beschweren möchtest. Dein „kleines Geheimnis“ darf gerne noch ein bisschen länger unentdeckt bleiben! Und bis dahin gewinnst du auf jeden Fall noch ein paar Rennen!

Neulich auf der Strecke: Du kannst vor lauter Schalten kaum noch die Hände am Lenker halten; deine Unterarme fühlen sich an, als ob sie zentnerschwer wären. Aber jetzt scheint sich die ganze... mehr erfahren »
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Rekluse-Kupplung

Neulich auf der Strecke: Du kannst vor lauter Schalten kaum noch die Hände am Lenker halten; deine Unterarme fühlen sich an, als ob sie zentnerschwer wären. Aber jetzt scheint sich die ganze Arbeit gelohnt zu haben – du übernimmst die Führung.

Und dann hast du sie für genau 30 Sekunden…

So lange dauert es nämlich bis du vor Erschöpfung einen Fehler machst, und beim Anbremsen der nächsten Kurve den Motor abstellst. Verdammt! Das Rennen ist gelaufen.

Du hast so einen Hals! Auch, weil das heute nicht das erste Mal war. Aber nachdem du dich ein bisschen beruhigt hast, kommt dir ein Gedanke: Vielleicht versuchst du es mal mit einer Automatikkupplung des Herstellers Rekluse? Die sollen ja ganz gut sein. Und du weißt schon genau, wenn du dafür anrufst: Harro, den Mechaniker für die schwierigen Sachen.

Was ist eine Rekluse-Kupplung?

Noch am selben Abend greifst du zum Telefon. „Hey Harro, altes Haus. Ich denk grade über ne Rekluse-Kupplung nach, kenn mich da aber nicht aus. Kannst du mir da was zu erzählen?“

„Klar“ meint Harro. „Zunächst mal: Rekluse ist eine amerikanische Firma aus Idaho, die seit 2002 Automatikkupplungen für Motorräder baut, aber auch manuelle Kupplungen. Das Logo kennst du bestimmt, das ist diese stilisierte Spinne.“

„Auf jeden Fall hatten die anfangs Modelle, die mit Kugeln gearbeitet haben, wie die Z-Start pro. Durch die Fliehkraft wurden die Kugeln über eine Rampe bewegt. Später haben die dann aber auf ein geschlossenes System mit Keilen umgestellt. Das gilt sowohl für deren aktuelles Flagship, die Core EXP Kupplung, als auch die preisgünstigere kleine Schwester, die Rekluse EXP. Die EXP wird mittlerweile in vielen Motorrädern auch serienmäßig verbaut.“

Core EXP vs. EXP

„Und was ist der Unterschied zwischen einer Core EXP und einer normalen EXP von Rekluse?“ möchtest du wissen.

„Die Core EXP beinhaltet mehr Bauteile als die reguläre EXP. Z.B. hat sie zusätzlich noch eine Kupplungsdruckplatte, einen Mitnehmer, spezielle Kupplungsfedern usw. Das führt dazu, dass sich die Core EXP im Betrieb noch „smoother“ anfühlt, und noch präziser arbeitet. Außerdem tragen der Ölfuß und das zusätzliche Ölvolumen dazu bei, dass die Kupplung nicht so leicht überhitzt, was sich positiv auf die Lebensdauer auswirkt.“

Die Vorteile

„Okay, das ist ja alles ganz nett, Harro. Aber was bringt mir das Teil denn nun eigentlich?“

„Also, in einem Satz: Die Rekluse-Kupplung verhindert das Absterben des Motors in allen kritischen Situationen. Damit meine ich Sachen wie:

  • Das Anbremsen von Kurven
  • Bremsen in der Luft
  • Schwierige Passagen auf der Strecke
  • Oder auch einfach nur beim Anfahren“

„Dir geht also im Prinzip nie wieder die Kiste aus, egal was du anstellst. Das hat eine ganze Reihe von praktischen Vorteilen für MX-Fahrer:

  • Als Rekluse-Fahrer machst du gegenüber deinen Konkurrenten Zeit gut, gerade beim Start. Dadurch, dass die Kupplung selbstständig schließt, vermeidest du zu langes Kupplungsschleifen – du wirst dich wundern, wie schnell du aus der Box kommst!
  • Das Fahren ist deutlich weniger anstrengend, Stichwort „dicke Arme“; dadurch kannst du dich auf der Strecke besser auf das Handling deiner Maschine konzentrieren
  • Du verfügst über deutlich mehr Traktion im Gelände
  • Du verfügst über deutlich mehr Kontrolle in technisch schwierigem Gelände
  • Du kannst beim Springen problemlos die Luftbremse betätigen
  • Auch dein Kurven-Slide profitiert von der Rekluse-Kupplung
  • Du hast mit weniger Kick-Back beim Bremsen zu kämpfen
  • Beim Supermoto gelingt das Reinbremsen in die Kurven besser, weil extrem spätes Bremsen möglich wird
  • Eine komplett andere Linienwahl wird möglich: Spitzes Reinfahren, kurzes Umlegen und digitales Herausbeschleunigen

Der Einbau

„Aber das ist doch bestimmt super aufwendig nachzurüsten, oder?“ willst du von Harro wissen.

„Ach, gar nicht! Ich mach das fast täglich. Die Dinger sind schnell eingebaut, wenn du weißt, was du tust; und auch schnell wieder ausgebaut, falls du doch lieber manuell fahren möchtest. Es gibt aber auch eine manuelle Druckplatte als Zubehör von Rekluse, mit der man sein Motorrad ebenfalls in wenigen Minuten in den manuellen Modus umbauen kann.“

„Ansonsten ist das Handling super easy: Das Spaltmaß justierst du ganz einfach über Einstellschrauben an der Druckplatte – die Kupplung muss dafür also nicht zerlegt werden!“

Die Praxis

„Also gut Harro, du hast mich überzeugt! Ich komm am Freitag vorbei und dann baust du mir dieses Wunderding in meine KTM ein. Bin ja mal gespannt!“

Am Freitag bist du dann wie verabredet vor Ort, und der Einbau dauert tatsächlich nicht lange. Und weil der Tag noch jung ist, beschließt du, deine neue Rekluse-Automatikkupplung gleich dem Praxistest zu unterziehen.

Erstmal ist das Ganze etwas gewöhnungsbedürftig: Da wo früher die Kupplung war, ist jetzt eine Bremsarmatur für das Hinterrad. Instinktiv willst du zuerst noch einige Male kuppeln, betätigst aber de facto jedes Mal die Bremse. Okay, Umgewöhnung ist angesagt.

Aber schnell merkst du, wie schön dosiert deine KTM beim Start anzieht – genau am Schleifpunkt. Das fühlt sich ja super an! Da kann man auch mal im sechsten Gang bei Tempo 50 durch den Ort fahren, ohne dass der Motor sich verabschiedet.

Aber das ist erst der Anfang: Driften und Springen gehen WESENTLICH leichter. Und auch ein stylisher Wheely gelingt mit Rekluse-Kupplung super: Das Vorderrad fühlt sich wunderbar leicht an.

Das Beste ist vielleicht das Fahrverhalten bei Kehren: Egal wie spitz der Winkel, die Maschine reagiert perfekt. Du kannst in Kehren hineinbremsen, als ob es kein Morgen gäbe: Motorrad umlegen und schön kontrolliert wieder heraus. Ausbremsen oder Ausbrechen des Hinterrades war gestern! Es ist fast nicht zu glauben! Einfach geil!

Nach zwei Wochen kannst du dir ein Fahren ohne Rekluse-Kupplung schon nicht mehr vorstellen. Und auf der Strecke bist du jetzt regelmäßig schneller unterwegs als die Konkurrenz! Du kannst gar nicht verstehen, warum die meisten deiner Kollegen noch ohne Rekluse-Kupplung fahren – nicht, dass du dich beschweren möchtest. Dein „kleines Geheimnis“ darf gerne noch ein bisschen länger unentdeckt bleiben! Und bis dahin gewinnst du auf jeden Fall noch ein paar Rennen!

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