Zylinderkopfinstandsetzung

Nach einem langen Trainingstag fährst du zurück zu deiner Basisstation. Du bist völlig in Gedanken versunken, als deine Enduro/ Motocross auf einmal so komische Geräusche macht: Jedes Mal, wenn du Gas gibst, verschluckt sich der Motor. Und überhaupt ist ein deutlicher Leistungsabfall zu bemerken. Was ist denn da schon wieder los?!

Wieder zuhause machst du dich gleich auf die Fehlersuche. Sowas lässt dir keine Ruhe! Deine erste Vermutung geht in Richtung Zündkerzen, aber die sind in Ordnung. Na gut, dann prüfen wir jetzt die Kompression - und beim dritten Zylinder scheint tatsächlich ein Problem zu bestehen. Es juckt dir zwar in den Fingern, aber in einem Anfall von Vernunft entscheidest du dich, das Teil doch lieber bei offroad-moto.de einzuschicken. Du hast gehört, die kennen sich bestens mit dem Thema Zylinderkopfinstandsetzung aus.

Zylinderkopf-Basics

Okay, du hast Probleme mit dem Zylinderkopf. Wir erklären dir in verständlichen Worten, woran es liegen könnte. Erstmal: Wie funktioniert so ein Zylinderkopf überhaupt?!

Der Zylinderkopf beherbergt den Brennraum des Motors, und schließt ihn nach oben ab. „Oben“  meint hier den Punkt, an dem der oszillierende Kolben im Totpunkt steht. Aus dem Zusammenspiel von Brennraum und Kolben ergibt sich dann auch die Höhe des Verdichtungsverhältnisses. Es ist klar, dass hier auch die höchsten Temperaturen im Motor herrschen. Der Zylinderkopf als umgebende Struktur muss deshalb immer gut gekühlt werden; entweder bei Luftkühlung durch Verrippungen, oder durch zugeführtes Wasser und Öl.

Ganz wichtig: Am Zylinderkopf befinden sich auch die Ventile, die den Kolben im Zylinder in Bewegung setzen. Es gibt sowohl Ein- und Auslasskanäle, die zum Brennraum führen. Die Einlassventile führen Frischgas zu, die Auslasskanäle führen verbranntes Altgas wieder ab. Das ist genau der Bereich, in dem der Zylinderkopf oft Mucken macht: Die Ventile können beschädigt sein; die Ventilsitzringe können undicht sein; die Kanäle können verunreinigt sein usw. Jede kleinste Störung in diesem Segment macht sich sofort auf der Strecke bemerkbar! Die Leistung sinkt ohne Vorwarnung ab.

Was geschieht bei einer Zylinderkopfinstandsetzung?

Der allererste Schritt besteht darin, den Zylinderkopf gründlich zu reinigen! Denn meistens ist der Kopf stark verölt, insbesondere die Ventile und die Ventilsitze. Allein das beeinträchtigt schon die Leistung, selbst wenn der Zylinderkopf ansonsten einwandfrei wäre.

Dafür zerlegen wir erstmal den Zylinderkopf und reinigen ihn vor. Dann geht es an die Feinreinigung: Mit einem speziellen Gerät, das Glasperlstrahlen aussendet, entfernen wir die Ablagerungen und Korrosionen am Kopf und an den Ventilen. Die Drosselklappen werden separat in einem Ultraschallbad gereinigt.

Im nächsten Schritt landet der Zylinderkopf in unserer "Waschmaschine" - einem Spezialgerät, das mit einem 70 Grad heißem Hochdruckstrahl sämtliche Bohrungen und Kanäle durchspült. Danach werden alle Hohlwege mit Druckluft ausgeblasen. Sauberer geht es nicht!

Jetzt glänzt das Teil schon sehr schön, aber Optik ist nicht alles. Im nächsten Schritt geht es an die Vermessung des Zylinderkopfes und aller seiner Bauteile. Schon die kleinste Unebenheit an der Auflagefläche der Ventile oder ein minimaler Verzug des Kopfes, und das ganze System Motor leidet!

Wir beginnen mit den Kleinteilen: Die Ventile werden allesamt am Schaft vermessen, und der Teller wird auf Schlag bzw. Rundlauf überprüft. Ist hier alles im grünen Bereich, dann wird anschließend der Ventilkegel maschinell neu geschliffen – das ist genauso gut oder besser wie neukaufen!

Dann geht es an die Ventilführungen: Mithilfe eines Innenmikrometers stellen wir fest, welche Führungen in einem einwandfreien Zustand sind – defekte Führungen werden natürlich ersetzt.

Der letzte Schritt in Sachen Ventile: Wir fräsen die Ventilsitze maschinell aus, wobei eine Präzision erreicht wird, die neuen Zylinderköpfen in nichts nachsteht! Und zu guter Letzt die Kontrolle: Die Ventilkombinationen werden mithilfe eines Unterdruckprüfgeräts nochmal gegengecheckt. Wenn alles richtiggemacht wurde, sollte jetzt bereits eine 100%ige Abdichtung bestehen!

Anschließend schauen wir uns den Kopf selbst an, und messen an mehreren Stellen die Höhe. Stellen wir einen Verzug fest, dann kommt die Planfräsmaschine zum Einsatz. Meist genügt es schon, einen 1/100 mm abzutragen, damit der Zylinderkopf wieder völlig eben ist. Das muss auch so sein, um eine perfekte Dichtfläche sicher zu stellen.

Und last, but not least montieren wir noch neue Ventilschaftdichtungen. Das Ergebnis: Du hast praktisch einen völlig neuwertigen Zylinderkopf vor dir! Deine Maschine geht danach wieder ab wie am ersten Tag! Aber: Der Preis für die Überholung liegt nur bei einem Viertel einer Neuanschaffung. Du kannst also für kleines Geld echt viel Leistung rausholen.

Und wie geht's jetzt weiter?

Ganz einfach: Du baust am besten noch heute die betroffenen Teile aus, füllst dieses Formular * aus und schickst beides per Post an:

* Zum Öffnen wird der Adobe Acrobat Reader benötigt. Kostenloser Download hier: https://get.adobe.com/de/reader/

Falls der Zylinderkopf überholt werden kann (was meistens der Fall ist), schicken wir dir das einsatzbereite Teil so schnell als möglich zurück! Und im Vergleich zu einem Neukauf bezahlst du wesentlich weniger!

Wir meinen: Spar dir die Kohle, und investiere lieber in die nächste Turnieranmeldung. Da kannst du dann dank perfekt funktionierendem Zylinderkopf wieder Vollgas geben!

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Zylinderkopfinstandsetzung

Nach einem langen Trainingstag fährst du zurück zu deiner Basisstation. Du bist völlig in Gedanken versunken, als deine Enduro/ Motocross auf einmal so komische Geräusche macht: Jedes Mal, wenn du Gas gibst, verschluckt sich der Motor. Und überhaupt ist ein deutlicher Leistungsabfall zu bemerken. Was ist denn da schon wieder los?!

Wieder zuhause machst du dich gleich auf die Fehlersuche. Sowas lässt dir keine Ruhe! Deine erste Vermutung geht in Richtung Zündkerzen, aber die sind in Ordnung. Na gut, dann prüfen wir jetzt die Kompression - und beim dritten Zylinder scheint tatsächlich ein Problem zu bestehen. Es juckt dir zwar in den Fingern, aber in einem Anfall von Vernunft entscheidest du dich, das Teil doch lieber bei offroad-moto.de einzuschicken. Du hast gehört, die kennen sich bestens mit dem Thema Zylinderkopfinstandsetzung aus.

Zylinderkopf-Basics

Okay, du hast Probleme mit dem Zylinderkopf. Wir erklären dir in verständlichen Worten, woran es liegen könnte. Erstmal: Wie funktioniert so ein Zylinderkopf überhaupt?!

Der Zylinderkopf beherbergt den Brennraum des Motors, und schließt ihn nach oben ab. „Oben“  meint hier den Punkt, an dem der oszillierende Kolben im Totpunkt steht. Aus dem Zusammenspiel von Brennraum und Kolben ergibt sich dann auch die Höhe des Verdichtungsverhältnisses. Es ist klar, dass hier auch die höchsten Temperaturen im Motor herrschen. Der Zylinderkopf als umgebende Struktur muss deshalb immer gut gekühlt werden; entweder bei Luftkühlung durch Verrippungen, oder durch zugeführtes Wasser und Öl.

Ganz wichtig: Am Zylinderkopf befinden sich auch die Ventile, die den Kolben im Zylinder in Bewegung setzen. Es gibt sowohl Ein- und Auslasskanäle, die zum Brennraum führen. Die Einlassventile führen Frischgas zu, die Auslasskanäle führen verbranntes Altgas wieder ab. Das ist genau der Bereich, in dem der Zylinderkopf oft Mucken macht: Die Ventile können beschädigt sein; die Ventilsitzringe können undicht sein; die Kanäle können verunreinigt sein usw. Jede kleinste Störung in diesem Segment macht sich sofort auf der Strecke bemerkbar! Die Leistung sinkt ohne Vorwarnung ab.

Was geschieht bei einer Zylinderkopfinstandsetzung?

Der allererste Schritt besteht darin, den Zylinderkopf gründlich zu reinigen! Denn meistens ist der Kopf stark verölt, insbesondere die Ventile und die Ventilsitze. Allein das beeinträchtigt schon die Leistung, selbst wenn der Zylinderkopf ansonsten einwandfrei wäre.

Dafür zerlegen wir erstmal den Zylinderkopf und reinigen ihn vor. Dann geht es an die Feinreinigung: Mit einem speziellen Gerät, das Glasperlstrahlen aussendet, entfernen wir die Ablagerungen und Korrosionen am Kopf und an den Ventilen. Die Drosselklappen werden separat in einem Ultraschallbad gereinigt.

Im nächsten Schritt landet der Zylinderkopf in unserer "Waschmaschine" - einem Spezialgerät, das mit einem 70 Grad heißem Hochdruckstrahl sämtliche Bohrungen und Kanäle durchspült. Danach werden alle Hohlwege mit Druckluft ausgeblasen. Sauberer geht es nicht!

Jetzt glänzt das Teil schon sehr schön, aber Optik ist nicht alles. Im nächsten Schritt geht es an die Vermessung des Zylinderkopfes und aller seiner Bauteile. Schon die kleinste Unebenheit an der Auflagefläche der Ventile oder ein minimaler Verzug des Kopfes, und das ganze System Motor leidet!

Wir beginnen mit den Kleinteilen: Die Ventile werden allesamt am Schaft vermessen, und der Teller wird auf Schlag bzw. Rundlauf überprüft. Ist hier alles im grünen Bereich, dann wird anschließend der Ventilkegel maschinell neu geschliffen – das ist genauso gut oder besser wie neukaufen!

Dann geht es an die Ventilführungen: Mithilfe eines Innenmikrometers stellen wir fest, welche Führungen in einem einwandfreien Zustand sind – defekte Führungen werden natürlich ersetzt.

Der letzte Schritt in Sachen Ventile: Wir fräsen die Ventilsitze maschinell aus, wobei eine Präzision erreicht wird, die neuen Zylinderköpfen in nichts nachsteht! Und zu guter Letzt die Kontrolle: Die Ventilkombinationen werden mithilfe eines Unterdruckprüfgeräts nochmal gegengecheckt. Wenn alles richtiggemacht wurde, sollte jetzt bereits eine 100%ige Abdichtung bestehen!

Anschließend schauen wir uns den Kopf selbst an, und messen an mehreren Stellen die Höhe. Stellen wir einen Verzug fest, dann kommt die Planfräsmaschine zum Einsatz. Meist genügt es schon, einen 1/100 mm abzutragen, damit der Zylinderkopf wieder völlig eben ist. Das muss auch so sein, um eine perfekte Dichtfläche sicher zu stellen.

Und last, but not least montieren wir noch neue Ventilschaftdichtungen. Das Ergebnis: Du hast praktisch einen völlig neuwertigen Zylinderkopf vor dir! Deine Maschine geht danach wieder ab wie am ersten Tag! Aber: Der Preis für die Überholung liegt nur bei einem Viertel einer Neuanschaffung. Du kannst also für kleines Geld echt viel Leistung rausholen.

Und wie geht's jetzt weiter?

Ganz einfach: Du baust am besten noch heute die betroffenen Teile aus, füllst dieses Formular * aus und schickst beides per Post an:

* Zum Öffnen wird der Adobe Acrobat Reader benötigt. Kostenloser Download hier: https://get.adobe.com/de/reader/

Falls der Zylinderkopf überholt werden kann (was meistens der Fall ist), schicken wir dir das einsatzbereite Teil so schnell als möglich zurück! Und im Vergleich zu einem Neukauf bezahlst du wesentlich weniger!

Wir meinen: Spar dir die Kohle, und investiere lieber in die nächste Turnieranmeldung. Da kannst du dann dank perfekt funktionierendem Zylinderkopf wieder Vollgas geben!

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